Münster für alle? Warum unsere Verkehrsplanung eine neue Brille braucht.

Verkehrsplanung läuft oft so, als gäbe es nur den einen Standard-Nutzer: Den männlichen Pendler, der morgens von A nach B fährt und abends zurück. Doch die Realität in Münster ist vielfältiger. Wer macht die Einkäufe? Wer bringt die Kinder weg? Wer fühlt sich im Tunnel am Bahnhof unwohl?

Oft wird Verkehrsplanung aus einer rein männlichen Perspektive gedacht. Das wollen wir ändern. Am 19. April laden wir euch in die B-Side ein, um genau darüber zu sprechen: Wie sieht eine gendergerechte Verkehrswende aus? Wir haben geballte Expertise auf dem Podium und wollen mit euch ins Gespräch kommen.

Die Moderation übernimmt Julia Hansel (FUSS e.V. Ortsverband Münster).
Auf dem Podium begrüßen wir:

Details:

  • Wann: 19.4., 15:30 Uhr
  • Wo: B-Side, Großer Gruppenraum

3 Antworten auf „Münster für alle? Warum unsere Verkehrsplanung eine neue Brille braucht.“

  1. @lagebericht Verkehrsplanung wird aus der Perspektive der Autofahrer gemacht, denn D hat sich von der Autoindustrie abhängig gemacht und ist verkehrspolitisch wie städtebaulich komplett retro. Ich zweifel, dass es einen Unterschied gibt bei den Interessen von radfahrenden Menschen hinsichtlich Geschlecht oder Gender. Und ihr wollt doch nicht wirklich sagen, die Männer seien die Autofahrer und die Frauen die Radfahrer und Fußgänger? Das entspricht nicht meiner Lebenserfahrung.

  2. Der Mann ist an allem Schuld. Alle anderen natürlich nicht. Das ist mir zu einfach. Ich als Mann kann euch viele Erlebnisse vom Verhalten der Frauen auflisten die auch toxisch sind. Viele Gruppen in unserer Stadt neigen dazu, sich innerhalb eigener Identitäten oder Lebensstile zu organisieren und von anderen abzugrenzen. Das führt dazu, dass Lösungen oft nur für eine Teilgruppe optimiert werden und gegensätzliche Bedürfnisse unberücksichtigt bleiben — sei es aus religiösen Gründen, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung, Ernährungsgewohnheiten oder kulturellen Gewohnheiten. Eine erfolgreiche Verkehrswende muss solche Formen der Abkapselung überwinden, indem sie Räume für gemeinsamen Austausch schafft und Rahmenbedingungen entwickelt, die Kompromisse und gegenseitige Rücksichtnahme ermöglichen.

    1. Thomas, einen Raum zum Austausch haben wir gerade mit dieser Veranstaltung geschaffen. Gleiches Recht für alle heißt nicht weniger für dich.

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