Mahnwache an der Promenade: Ein deutliches Zeichen für die Verkehrswende 2026

Eine Mahnwache der Initiative „Fahrradstadt.ms“ auf einem sonnigen, gepflasterten Platz in Münster. Im Vordergrund sitzt ein Aktivist mit rosa Warnweste und Mikrofon in einem Liegestuhl unter einem blau-pinken Sonnenschirm des „Straßenbefreiungsamts“. Daneben steht eine weiße Beachflag mit der Aufschrift „VERKEHRSWENDE JETZT!“. Im Hintergrund sind Passanten, Fahrräder und kahle Bäume vor städtischen Wohngebäuden zu sehen.

Heute wurde es laut an der Kreuzung Promenade / Windthorststraße – aber auf die friedliche, entschlossene Art. Mit unserer Mahnwache haben wir ein klares Signal an die Stadtpolitik gesendet: Die Zeit der huckeligen Kompromisse ist vorbei. Wir fordern ein Münster, das nach einem menschlichen Maß gestaltet ist, statt nach maximaler Beschleunigung.

Es geht uns nicht um abstrakte Theorie, sondern um den Stress, den viele von uns täglich auf Münsters Straßen erleben. Wir wollen Sicherheit für die Schwächsten und endlich Platz für echte Mobilität.

Das sind unsere Forderungen für Münster 2026: Mehr Sicherheit und Flächengerechtigkeit, bessere Infrastruktur, konsequente Verkehrsberuhigung, verbesserte städtische Strukturen für das Fahrrad und Fahrradkultur stärken.

Was jetzt passieren muss: Wir bleiben dran. Die Mahnwache war der Auftakt, um zu zeigen, dass wir die „Fahrradstadt“-Plaketten allein nicht mehr gelten lassen. Wir brauchen Taten, keine Lippenbekenntnisse.

👉 Bitte unterstütze unsere Kampagne mit deiner Stimme!

Verkehrswende jetzt! Unsere Forderungen für ein mutiges Münster

Münster gilt als Fahrradstadt, doch wer täglich im Sattel sitzt, weiß: Der Lack ist ab. Während andere Städte uns links überholen, stecken wir in veralteten Strukturen fest. Wir haben keine Lust mehr auf Ausreden – wir wollen die Verkehrswende jetzt!

Wir fordern konkrete Taten statt vager Versprechen. Jetzt, in diesem Jahr. Hier sind unsere fünf Kernbereiche für ein lebenswertes Münster:

  1. Mehr Sicherheit und Flächengerechtigkeit jetzt!
  2. Bessere Infrastruktur jetzt!
  3. Konsequente Verkehrsberuhigung!
  4. Verbesserte städtische Strukturen für das Fahrrad!
  5. Fahrradkultur stärken!

Das klingt nach viel? Ist es auch. Aber es ist machbar, wenn wir gemeinsam Druck aufbauen. Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass der FUSS e.V. Ortsverband Münster sowie Greenpeace Münster unsere Forderungen unterstützen.

Unterstütze jetzt unsere Petition und sorge für den nötigen Rückenwind!

Digitale Unabhängigkeit bei Fahrradstadt.ms

Werbebild des Digital Independence Day. Zeichnung: Unter der Überschrift DI.DAY fliegt ein Smartphone mit stilisiertem Lächeln aus einem Gewirr an Kabeln

Heute ist der zweite digitaler Unabhängigkeitstag. Die Aktion, unter anderem ausgerufen von Marc-Uwe Kling (Känguru-Chroniken, NEINhorn), soll für einen Umstieg weg von den großen monopolistischen Tech-Anbietern motivieren. Das ist auch ein Thema für uns von Fahrradstadt.ms – warum wird hier erklärt.

Die von amerikanischen Männern geführten großen Tech-Unternehmen steuern vielfach, wie wir uns informieren, was wir kaufen, und wie wir diskutieren. Nicht erst seit Trumps zweiter Präsidentschaft verschieben ihre Algorithmen auch die Diskurse immer weiter hart nach rechts und normalisieren Denkweisen, die lange zurecht geächtet wurden. Die Verkehrswende als Idee, welche allen Menschen Recht am öffentlichen Raum zugesteht anstatt nur diejenigen, die sich ein privates Auto leisten können und wollen, zu bevorteilen, hat es unter solchen Bedingungen schwerer.

Entsprechend versuchen viele von uns auch jenseits der Arbeit für Fahrradstadt.ms, den großen Konzernen weniger Macht zu geben als für ein angenehmes Leben leider manchmal notwendig ist. Einige nutzen Linux statt Windows als Betriebssystem und engagieren sich beim münsteraner Linux-Treff, einige meiden Amazon für Einkäufe und andere schwören auf verschlüsselte E-Mails auf eigener Infrastruktur. Und auch bei Fahrradstadt.ms werden wir nach und nach digital souveräner: Unser Datenspeicher liegt nicht mehr wie ganz zu Beginn bei Google Drive, sondern auf einer Nextcloud-Installation. Das heißt: die Computer, auf denen unsere Dateien liegen, sind in unserem Zugriff. Unsere Kommunikation läuft weitgehen über den Messenger Signal statt WhatsApp oder anderen. Und unser Newsletter Kettenreaktion wird mittlerweile über einen europäischen Anbieter versendet. Zum Schutz vor Spam nutzen wir leider weiterhin einen Google-Dienst, aber auch das ändert sich hoffentlich beizeiten.

Aber es ist auch noch ein weiter Weg. Denn wenn wir mit unseren Ideen Menschen erreichen wollen, müssen wir uns zumindest zu einem gewissen Grad auch digital dort tummeln, wo viele Menschen sind. Und realistischerweise sind das heute leider die Netzwerke der großen Tech-Unternehmen. Aber auch darüber tauschen wir uns immer wieder aus. Dass wir Twitter (mittlerweile X) einige Zeit nach der Übernahme von Elon Musk verlassen haben, war Ergebnis eines solchen Austauschs.

Wenn du selbst deine digitale Unabhängig verbessern willst, dann schau‘ dir doch die Wechselrezepte der Initiative an. Und lass‘ uns gerne trotzdem in Kontakt bleiben. Alle Möglichkeiten zum Vernetzen mit uns findest du hier.