Verkehrswende jetzt!

Unsere Forderungen für Münster 2026

Münster, einerseits vielfach ausgezeichnet als sogenannte „Fahrradstadt“ und für gut gemeinte Modellprojekte, andererseits in der Fläche immer mehr Druck auf diejenigen, die hier mobil sind – Verkehrsopfer, Autodichte und zunehmender Stress auf den Straßen machen einen echten Wandel nötig. Wenn wir wollen, dass in Münster morgen Alle gut mobil sein können, muss viel passieren. Wir brauchen direkten, spürbaren Wandel, der bei denen ankommt, die hier leben und uns besuchen. Wir brauchen ein menschliches Maß statt maximaler Beschleunigung. Wir müssen uns an den schwächsten Verkehrsteilnehmenden orientieren.

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Menschen unterstützen bereits diese Forderungen. Sei auch du dabei!

Erstunterzeichnende Organisationen: IG Fahrradstadt Münster, FUSS e.V. Ortsgruppe Münster, Greenpeace Münster

Erstunterzeichnende Personen: Joachim Bick (IG Fahrradstadt), Stefan Blume (IG Fahrradstadt), Daniel Hügel (IG Fahrradstadt), Konstantin Kubina (IG Fahrradstadt), Julia Hansel (FUSS e.V.)

Wir richten uns an Münsters Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft. Das hier muss 2026 geschehen.

1. Mehr Sicherheit und Flächengerechtigkeit jetzt!

Keine Verkehrswende ohne Sicherheit und zusätzlichen Platz. Deshalb wollen wir, dass 2026 mindestens 10 Kreuzungen zugunsten des Fuß- und Radverkehrs entschärft werden. Die immer noch gültige Dienstanweisung zum Lewe-Meter muss sofort abgeschafft werden. Die Aufhebung der illegalen Radwegebenutzungspflichten muss eine höhere Priorität als die Planung von Auto-Infrastruktur bekommen.

2. Bessere Infrastruktur jetzt!

Velorouten reichen uns nicht. Wir fordern, dass in Münster echte Radschnellwege vorgeplant werden – nach Standards, die später nicht aufgeweicht werden können. 3.000 neue Fahrradstellplätze in der Stadt sind nötig und möglich. Und wir fordern, dass die Aufzüge im Hamburger Tunnel auf jeden Fall aktiviert werden – das ist wichtiger als künstliches Vogelgezwitscher.

3. Konsequente Verkehrsberuhigung!

Bisher wurden Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung nicht ausgeschöpft, was erfolgreiche Klagen von Bürger*innen zeigen. Tempo 30 muss vor allen Kitas, Bildungs- und Sozialeinrichtungen sowie innerhalb des gesamten Rings eingeführt werden. In weiteren Stadtteilen muss das Parken von Autos am Straßenrand grundsätzlich kostenpflichtig werden. Und die Zeit ist reif für erste Superblocks in Münster.

4. Verbesserte städtische Strukturen für das Fahrrad!

Marode Radwege sind ein alltägliches Ärgernis in Münsters Straßen. Wir fordern, dass dieses Jahr 30 Kilometer Radwege saniert werden – und zwar so, dass sie nicht nach einem halben Jahr wieder huckelig sind. Damit der Radverkehr in Münster endlich ernst genommen wird, fordern wir, dass ein*e Fahrradbürgermeister*in eingesetzt wird. Straßenparkplätze für Autos müssen reduziert werden – mindestens in der Menge, in der neue Tiefgaragen-Stellplätze entstanden sind.

5. Fahrradkultur stärken!

Dass Aktivisti einmal im Jahr für autofreie Räume beim PARK(ing) Day demonstrieren, ist kein Verdienst der Stadt. Wenn sie die Verkehrswende ernst meint, soll sie mit ihren breiten Ressourcen nachlegen: Zwei städtische autofreie Tage fordern wir dieses Jahr. Wir fordern zügig klare Regeln für Fahrradleichen, damit diese leidige Diskussion endlich endet. Und wir fordern, dass Münster zum Beispiel bei Großveranstaltungen temporäre bewachte Fahrradstellplätze anbietet.

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