Wegpunkt 4: Ampel des Grauens

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In dieser Episode geht es um die Herausforderungen und Entwicklungen in der Verkehrsplanung, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit von Radfahrern und die Rolle von Kreisverkehren. Jerome spricht mit Achim über die Entstehung einer Petition gegen die Umwandlung eines Kreisverkehrs in eine Ampelanlage und beleuchtet die Reaktionen der Bürger sowie die politischen und technischen Aspekte der Verkehrsplanung. Es wird auch die Notwendigkeit einer Verkehrswende und die Integration von Radverkehr in die Stadtplanung thematisiert. In dieser Diskussion geht es um die Verantwortung im Verkehr, insbesondere beim Kreisverkehr an der Von-Esmarch-Straße. Jerome spricht über die Kosten und Alternativen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, wie z.B. Kreisverkehre und Geschwindigkeitskissen. Er betont die Bedeutung der Bürgerbeteiligung und die Herausforderungen, die mit Petitionen und Bürgerbegehren verbunden sind. Die Diskussion beleuchtet auch den Zuspruch der Bürger und deren Engagement für eine bessere Verkehrspolitik.

Münster für alle? Warum unsere Verkehrsplanung eine neue Brille braucht.

Verkehrsplanung läuft oft so, als gäbe es nur den einen Standard-Nutzer: Den männlichen Pendler, der morgens von A nach B fährt und abends zurück. Doch die Realität in Münster ist vielfältiger. Wer macht die Einkäufe? Wer bringt die Kinder weg? Wer fühlt sich im Tunnel am Bahnhof unwohl?

Oft wird Verkehrsplanung aus einer rein männlichen Perspektive gedacht. Das wollen wir ändern. Am 19. April laden wir euch in die B-Side ein, um genau darüber zu sprechen: Wie sieht eine gendergerechte Verkehrswende aus? Wir haben geballte Expertise auf dem Podium und wollen mit euch ins Gespräch kommen.

Die Moderation übernimmt Julia Hansel (FUSS e.V. Ortsverband Münster).
Auf dem Podium begrüßen wir:

Details:

  • Wann: 19.4., 15:30 Uhr
  • Wo: B-Side, Großer Gruppenraum

Mahnwache an der Promenade: Ein deutliches Zeichen für die Verkehrswende 2026

Eine Mahnwache der Initiative „Fahrradstadt.ms“ auf einem sonnigen, gepflasterten Platz in Münster. Im Vordergrund sitzt ein Aktivist mit rosa Warnweste und Mikrofon in einem Liegestuhl unter einem blau-pinken Sonnenschirm des „Straßenbefreiungsamts“. Daneben steht eine weiße Beachflag mit der Aufschrift „VERKEHRSWENDE JETZT!“. Im Hintergrund sind Passanten, Fahrräder und kahle Bäume vor städtischen Wohngebäuden zu sehen.

Heute wurde es laut an der Kreuzung Promenade / Windthorststraße – aber auf die friedliche, entschlossene Art. Mit unserer Mahnwache haben wir ein klares Signal an die Stadtpolitik gesendet: Die Zeit der huckeligen Kompromisse ist vorbei. Wir fordern ein Münster, das nach einem menschlichen Maß gestaltet ist, statt nach maximaler Beschleunigung.

Es geht uns nicht um abstrakte Theorie, sondern um den Stress, den viele von uns täglich auf Münsters Straßen erleben. Wir wollen Sicherheit für die Schwächsten und endlich Platz für echte Mobilität.

Das sind unsere Forderungen für Münster 2026: Mehr Sicherheit und Flächengerechtigkeit, bessere Infrastruktur, konsequente Verkehrsberuhigung, verbesserte städtische Strukturen für das Fahrrad und Fahrradkultur stärken.

Was jetzt passieren muss: Wir bleiben dran. Die Mahnwache war der Auftakt, um zu zeigen, dass wir die „Fahrradstadt“-Plaketten allein nicht mehr gelten lassen. Wir brauchen Taten, keine Lippenbekenntnisse.

👉 Bitte unterstütze unsere Kampagne mit deiner Stimme!

Verkehrswende jetzt! Unsere Forderungen für ein mutiges Münster

Münster gilt als Fahrradstadt, doch wer täglich im Sattel sitzt, weiß: Der Lack ist ab. Während andere Städte uns links überholen, stecken wir in veralteten Strukturen fest. Wir haben keine Lust mehr auf Ausreden – wir wollen die Verkehrswende jetzt!

Wir fordern konkrete Taten statt vager Versprechen. Jetzt, in diesem Jahr. Hier sind unsere fünf Kernbereiche für ein lebenswertes Münster:

  1. Mehr Sicherheit und Flächengerechtigkeit jetzt!
  2. Bessere Infrastruktur jetzt!
  3. Konsequente Verkehrsberuhigung!
  4. Verbesserte städtische Strukturen für das Fahrrad!
  5. Fahrradkultur stärken!

Das klingt nach viel? Ist es auch. Aber es ist machbar, wenn wir gemeinsam Druck aufbauen. Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass der FUSS e.V. Ortsverband Münster sowie Greenpeace Münster unsere Forderungen unterstützen.

Unterstütze jetzt unsere Petition und sorge für den nötigen Rückenwind!

Digitale Unabhängigkeit bei Fahrradstadt.ms

Werbebild des Digital Independence Day. Zeichnung: Unter der Überschrift DI.DAY fliegt ein Smartphone mit stilisiertem Lächeln aus einem Gewirr an Kabeln

Heute ist der zweite digitaler Unabhängigkeitstag. Die Aktion, unter anderem ausgerufen von Marc-Uwe Kling (Känguru-Chroniken, NEINhorn), soll für einen Umstieg weg von den großen monopolistischen Tech-Anbietern motivieren. Das ist auch ein Thema für uns von Fahrradstadt.ms – warum wird hier erklärt.

Die von amerikanischen Männern geführten großen Tech-Unternehmen steuern vielfach, wie wir uns informieren, was wir kaufen, und wie wir diskutieren. Nicht erst seit Trumps zweiter Präsidentschaft verschieben ihre Algorithmen auch die Diskurse immer weiter hart nach rechts und normalisieren Denkweisen, die lange zurecht geächtet wurden. Die Verkehrswende als Idee, welche allen Menschen Recht am öffentlichen Raum zugesteht anstatt nur diejenigen, die sich ein privates Auto leisten können und wollen, zu bevorteilen, hat es unter solchen Bedingungen schwerer.

Entsprechend versuchen viele von uns auch jenseits der Arbeit für Fahrradstadt.ms, den großen Konzernen weniger Macht zu geben als für ein angenehmes Leben leider manchmal notwendig ist. Einige nutzen Linux statt Windows als Betriebssystem und engagieren sich beim münsteraner Linux-Treff, einige meiden Amazon für Einkäufe und andere schwören auf verschlüsselte E-Mails auf eigener Infrastruktur. Und auch bei Fahrradstadt.ms werden wir nach und nach digital souveräner: Unser Datenspeicher liegt nicht mehr wie ganz zu Beginn bei Google Drive, sondern auf einer Nextcloud-Installation. Das heißt: die Computer, auf denen unsere Dateien liegen, sind in unserem Zugriff. Unsere Kommunikation läuft weitgehen über den Messenger Signal statt WhatsApp oder anderen. Und unser Newsletter Kettenreaktion wird mittlerweile über einen europäischen Anbieter versendet. Zum Schutz vor Spam nutzen wir leider weiterhin einen Google-Dienst, aber auch das ändert sich hoffentlich beizeiten.

Aber es ist auch noch ein weiter Weg. Denn wenn wir mit unseren Ideen Menschen erreichen wollen, müssen wir uns zumindest zu einem gewissen Grad auch digital dort tummeln, wo viele Menschen sind. Und realistischerweise sind das heute leider die Netzwerke der großen Tech-Unternehmen. Aber auch darüber tauschen wir uns immer wieder aus. Dass wir Twitter (mittlerweile X) einige Zeit nach der Übernahme von Elon Musk verlassen haben, war Ergebnis eines solchen Austauschs.

Wenn du selbst deine digitale Unabhängig verbessern willst, dann schau‘ dir doch die Wechselrezepte der Initiative an. Und lass‘ uns gerne trotzdem in Kontakt bleiben. Alle Möglichkeiten zum Vernetzen mit uns findest du hier.

Warnung vor Eisregen in Münster

Nachdem die Böden aktuell richtig durchgefroren sind, ist für morgen früh Regen angekündigt. Da dieser sofort gefrieren kann, hat das Schulministerium in NRW bereits angeordnet, dass Schülerinnen und Schüler zuhause bleiben sollen.

Passt bitte auf euch auf! Bleibt wenn möglich zuhause und meidet nicht unbedingt nötige Wege. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie rät bei Glätte zum Pinguin-Gang. Dabei macht ihr kleine und langsame Schritte im leicht vorgebeugter Haltung – ähnlich wie man es von Pinguinen kennt.

Das unschlagbare Duo: Warum Pull- und Push-Maßnahmen Hand in Hand gehen müssen für eine echte Mobilitätswende in Münster

Wir alle wünschen uns eine lebenswerte Stadt mit weniger Stau, sauberer Luft und mehr Platz für Grün und Begegnung. Die Mobilitätswende ist dafür der Schlüssel – aber sie gelingt nicht im Alleingang. Oft wird über „Pull“-Maßnahmen gesprochen: bessere Radwege, attraktiver ÖPNV, Carsharing-Angebote. Alles wichtig! Aber was passiert, wenn die Nutzung des eigenen Autos weiterhin so bequem und günstig bleibt?

Genau hier kommen die „Push“-Maßnahmen ins Spiel. Sie machen die Nutzung des Autos in bestimmten Situationen weniger attraktiv – sei es durch Parkraumbewirtschaftung, die Reduzierung von Fahrspuren oder die Erhöhung von Parkgebühren. Klingt erstmal ungemütlich? Ist es aber nicht, wenn Pull- und Push-Maßnahmen clever kombiniert werden!

In unserem neuen Blogbeitrag erklären wir, warum diese beiden Seiten einer Medaille sind und wie eine durchdachte Kombination aus beidem Münster auf dem Weg zur Fahrradstadt wirklich voranbringen kann. Wir schauen uns Beispiele an, diskutieren Vor- und Nachteile und laden euch ein, mit uns über die besten Strategien für unsere Stadt zu diskutieren!

„Das unschlagbare Duo: Warum Pull- und Push-Maßnahmen Hand in Hand gehen müssen für eine echte Mobilitätswende in Münster“ weiterlesen

Stellungnahme des Verkehrswende-Bündnis Münster zum aktuellen Stand des integrierten Parkraumkonzepts

Schilder Parkleitsystems der Stadt Münster

Das Verkehrswende-Bündnis ist ein Zusammenschluss von 14 Organisationen aus Münster, die gemeinsam die Verkehrswende in Münster vorantreiben wollen.

Beteiligte Organisationen: Greenpeace Münster, Fahrgastverband PRO BAHN Münsterland, Kidical Mass Münster, Interessengemeinschaft Fahrradstadt.ms, VCD Münsterland, Bürgerinitiative B51 Handorf, BUNDjugend Münster, Klimaentscheid Münster, 24 Stunden Promenade, Platanen Power, Fridays For Future Münster, FUSS e.V. Gruppe Münster, ADFC Münsterland und BUND Kreisgruppe Münster.

Wir befinden uns mitten in der Klimakrise und haben eine Ambitionslücke in der lokalen und nationalen Verkehrspolitik. Ungefähr ein Jahr nach Veröffentlichung des integrierten Parkraumkonzepts der Stadt Münster und der von uns vorgetragenen Kritik blicken wir besorgt auf den Umsetzungsstand. Die beteiligten Organisationen fordern eine Anpassung der Prioritäten und eine zügigere Umsetzung – auch und besonders der wenigen geplanten Push-Maßnahmen.

„Stellungnahme des Verkehrswende-Bündnis Münster zum aktuellen Stand des integrierten Parkraumkonzepts“ weiterlesen

Dein Signal gegen blockierte Kreuzungen

Eine blockierte Kreuzung in Münster. Die Ampel für den Radverkehr zeigt grün, mehrere Fahrzeuge stehen noch auf der Straße.

Seit eine Baustelle die völlig überdimensionierte Weseler Straße in der Nähe des Aasees schmaler macht, gibt es regelmäßig Rückstau bis auf die Kreuzungen. Ein Naturgesetz ist das nicht: Durch vorausschauendes Fahren können Menschen mit Motor verhindern, ein gefährliches Ärgernis für andere zu werden. Gute Ampelschaltungen, die Fehlverhalten einberechnen und deshalb zulasten des Kfz-Verkehrs zusätzliche Räumzeiten berücksichtigen, sowie regelmäßige Kontrollen können dies unterstützen. Besonders der Fuß- und Radverkehr als verletzlichste Gruppe von Verkehrsteilnehmenden leidet unter blockierten Kreuzungen.

Blockierte Kreuzungen

  • sind ärgerlich für alle
  • setzen Rad- und Fußverkehr zusätzlichen Gefahren aus
  • erschweren Einsatzfahrten von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei

Übrigens: Die Straßenverkehrsordnung verbietet explizit das Halten auf Fußgänger*innenüberwegen.

Kennst du Kreuzungen in Münster, die regelmäßig durch Nachzügler blockiert sind? Dann klicke auf diesen Button und schreibe eine Mail an die Polizei, die Straßenverkehrsbehörde und den kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Münster:

Mit dem Klick öffnet sich deine E-Mail-App. Du musst die Mail selbst auf deine Situation anpassen und sie selbst absenden. Dir steht natürlich frei, ob du uns und das Fahrradbüro der Stadt bei deiner Mail in Kopie nimmst, aber wir freuen uns darüber.

Wir haben die Situation auch in einem Video dokumentiert, welches wir bei YouTube, bei Bluesky und bei Instagram veröffentlich haben.