Im April haben wir in der B-Side die „Verkehrsplanungs-Brille“ gewechselt. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung mit geballter Expertise auf dem Podium und einem Publikum, das bereit war, über den Tellerrand der klassischen Verkehrsplanung hinauszuschauen – und besser spät als nie wollen wir zurückblicken.
Mehr als nur Asphalt und Ampeln
Was als Diskussion über die Verkehrswende begann, weitete sich schnell zu einer tiefgreifenden gesellschaftlichen Debatte aus. Wir haben gelernt: Mobilität ist eine Frage der Gerechtigkeit.
- Barrierefreiheit ist kein „Extra“: Eli Doudis und Ronja Runge (vielfach inklusiv) haben verdeutlicht, dass Barrierefreiheit schon bei der Information beginnt. Wie zugänglich ist das Ratsinformationssystem wirklich?
- Fehlende Rücksicht im Alltag: Ein brennendes Thema war die Situation in Bus und Bahn. Warum bleiben Menschen auf Klappsitzen sitzen, wenn jemand mit Rollstuhl zusteigt? Warum wird im Zug oft so wenig Rücksicht auf die Platzbedarfe anderer genommen? Hier zeigt sich, dass Technik allein keine Inklusion schafft – es braucht ein Umdenken im Miteinander.
- Neue Wege auf zwei Rädern: Laura Verweyen und Hasnaa Almawlawi (Move and Meet e.V.) berichteten eindrücklich von den Hürden für Frauen mit Fluchterfahrung. Für viele ist das Fahrrad ein neues Fortbewegungsmittel. Es geht nicht nur darum, Verkehrsregeln zu lernen, sondern im Erwachsenenalter erst einmal das Gleichgewicht und das Vertrauen in das Fahrzeug zu finden.













