Innovative Verkehrskonzepte – eine Frage der Flächengerechtigkeit?

Immer mehr Menschen kommen von sich aus auf die Idee, ihre Mobilität zu überdenken und sich mit nachhaltigen und flexiblen Verkehrsmitteln auseinander zu setzen. Häufig aus Mangel an Alternativen: Man möchte aufs Auto verzichten, der ÖPNV ist aber schlecht ausgebaut oder steht mit allen anderem im Stau, die Radwege sind kaputt oder zu schmal, man ist multimodal mit mehreren Verkehrsmitteln unterwegs und möchte clever kombinieren.

Natürlich sind hier Falträder ein gutes Mittel, es kommen aber auch immer mehr Scooter, Roller, Skateboards, mit und ohne E-Motor zum Einsatz. Das Problem: Die aller meisten davon sind für den Straßenverkehr nicht zugelassen und es gibt kaum Wege, auf denen diese Gefährte sicher unterwegs sein können.

Neben der fehlenden Gesetzgebung wird auch hier wieder mal deutlich: Es braucht eine Umverteilung von Verkehrsraum damit alle Verkehrsteilnehmerinnen sicher, komfortabel und zügig unterwegs sein können. Egal ob mit 4km/h zu Fuß, mit 12 km/h auf Skates, mit 17km/h auf dem E-Scooter oder mit 28km/h auf dem Rennrad. Der Platz ist da, er ist nur in den allermeisten Fällen ausschließlich für motorisierten Individualverkehr ausgelegt. Mit breiten Wegen  die gefahrloses Überholen ermöglichen und guter Oberflächenqualität ist es möglich, auch mit verschiedensten Verkehrsmitteln und Geschwindigkeiten, unterwegs zu sein. 

Flächengerechtigkeit wird hier klein geschrieben.

Hier gilt es, den Menschen, die sich für nachhaltige und umweltschonende Verkehrsmittel entscheiden, ein gutes Angebot in Form von angemessener Infrastruktur und klaren Regeln zu machen. Außerdem sollten die bestehenden und zukünftigen Innovationen in diesem Bereich stärker gefördert werden. Jedes E-Skateboard, jeder Scooter, jedes Falt- oder Lastenrad welches anstatt eines Autos bewegt wird, ist ein Gewinn für die Umwelt, die Verkehrswende und letztendlich für unser aller Lebensqualität.

Dieses Thema wurde auch am 2. Mai in der WDR Lokalzeit Münsterland am Beispiel eines E-Skateboards besprochen. Für uns war Achim als Studiogast eingeladen und erläutert die Situation aus unserer Sicht.

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