Rote Fahrradstraßen – Das sagt die Politik

Am vergangenen Donnerstag (08.03.) wurde die Vorlage zur Roteinfärbung der Fahrradstraßen im Planungsausschuss diskutiert. Unsere Position zu diesem Thema ist hier im Blog nachzulesen. Außerdem gibt es hier unseren offenen Brief an die Mitglieder des Ausschusses.

Wir waren vor Ort und haben die Debatte verfolgt. Das sagt die Politik zur Beschlussvorlage:

FDP (Herr Reuter):
fordert eine „genauere Prüfung der Notwendigkeit der flächendeckenden Einfärbung“

SPD (Frau Kubig-Steltig):
stellte fest, dass „rote Farbe für das subjektive Sicherheitsgefühl des Radfahrenden“ gut sei, nichtsdestotrotz aber auch der MIV reduziert werden müsse. Außerdem gebe es kein zusammenhängendes System von Fahrradstraßen, und es stelle sich „die Frage nach der  Verhältnismäßigkeit von Kosten und Nutzen“.

SPD (Herr Kleyboldt):
plädiert dafür, in „die Velorouten zu investieren, anstatt Fahrradstraßen rot anzumalen.“

CDU (Herr von Göwels):
sah keinen weiteren Beratungsbedarf: „Der Vorlage kann so zugestimmt werden.“

ÖDP/Piraten (Herr Pohlmann):
äußerte sich kritisch und verwies auf die Vielzahl offener Fragen, die u.a. auch von der IG Fahrradstadt Münster eingebracht worden waren. Ganz bestimmt gebe es „weiteren Klärungsbedarf“.

Grüne (Herr Peters):
„Die Einfärbung wird ausdrücklich begrüßt, allerdings wird Verwaltung aufgefordert den MIV – fahrend wie ruhend – zu reduzieren.“ Es war „langer Prozess“, jetzt müsse auch einmal etwas passieren.

Außerdem hat sich die Verwaltung zu Wort gemeldet:

Stadt Münster (Herr Milde):
„Die Roteinfärbung ist für die Erhöhung der Sicherheit notwendig.“ Er teilt ebenfalls mit, dass sich der Rollwiderstand bei flächiger Aufbringung nicht erheblich erhöhe.

Abschließend lässt sich sagen, dass es keine Änderungsanträge gab und die Vorlage voraussichtlich in der nächsten Ratssitzung am 14.03. in dieser Form beschlossen wird.

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